Ratgeber Samaná und Los Haitises
Kalkfelsen, die aus dem Wasser wachsen
Der Nationalpark im Süden der Bucht sieht aus wie eine andere Weltgegend. Dazwischen liegen Mangrovenkanäle und Höhlen mit sehr alten Zeichnungen.
Was den Park von außen ausmacht
Los Haitises liegt an der Südseite der Bucht von Samaná und besteht aus einer Hügellandschaft, die ins Meer übergeht. Der Untergrund ist Kalkstein, der über sehr lange Zeiträume von Regen und Meerwasser gelöst wurde. Übrig blieben steile Kuppen, die wie grüne Buckel aus dem Wasser ragen. Solche Formen heißen Mogotes und kommen weltweit nur in wenigen Regionen vor.
Zwischen den Kuppen liegen flache Buchten, Kanäle und ausgedehnte Mangrovenwälder. Das Boot fährt dort langsam hindurch, weil das Wasser flach ist und weil es sonst nichts zu sehen gäbe. Dieser Teil der Fahrt ist der ruhigste und für viele Gäste der schönste.
Warum Mangroven so wichtig sind
Mangroven wachsen im Salzwasser und halten mit ihren Stelzwurzeln den Boden fest. Sie bremsen Wellen, filtern Sediment und bieten Jungfischen Schutz. Ohne sie wäre die Küste hier deutlich anfälliger für Stürme. Vom Boot aus sieht man vor allem das Wurzelgeflecht, in dem sich Krabben und kleine Fische bewegen.
Vögel über dem Wasser
Auf den Felsen sitzen Pelikane dicht nebeneinander, darüber kreisen Fregattvögel mit ihren langen, schmalen Flügeln. In den Mangroven stehen Reiher reglos im flachen Wasser. Wer ein Fernglas dabeihat, sieht deutlich mehr, nötig ist es aber nicht.
Schreib uns kurz, wir antworten auf Deutsch und erklären dir den Tag.
Die Höhlen und ihre Zeichnungen
An mehreren Stellen führen Zugänge in Höhlen, die durch Lösung im Kalkstein entstanden sind. Drinnen hängen Tropfsteine von der Decke, und an den Wänden finden sich Zeichnungen und Ritzungen. Sie stammen von den Taíno, der Bevölkerung, die vor der Ankunft der Europäer auf der Insel lebte.
Was die Bilder zeigen
Zu sehen sind Gesichter, Tiere und einfache geometrische Muster. Manche Darstellungen lassen sich deuten, andere nicht. Genau das macht sie eindrucksvoll. Man steht vor Zeichen, die jemand vor sehr langer Zeit hinterlassen hat, ohne dass die Botschaft vollständig lesbar wäre.
In den Höhlen ist es feucht und rutschig. Festes Schuhwerk hilft mehr als jede Taschenlampe, denn Licht ist vor Ort in der Regel vorhanden.
Wie man sich dort verhält
Die Wände werden nicht berührt, weil Hautfett die Farbe angreift. Fotografiert wird ohne Blitz, und die Wege werden nicht verlassen. Fledermäuse, die in den Höhlen leben, reagieren empfindlich auf Lärm. Ruhe ist deshalb nicht nur Höflichkeit, sondern Naturschutz.
Wie der Park entstanden ist
Der Kalkstein stammt aus einer Zeit, in der die Region unter Wasser lag. Korallen und Muschelschalen lagerten sich ab und verfestigten sich zu Gestein. Später hob sich das Land, und Regenwasser begann den Kalk zu lösen. Übrig blieben die steilen Kuppen und ein Netz von Hohlräumen, aus dem die heutigen Höhlen hervorgingen. Dieser Vorgang hat Jahrmillionen gedauert und läuft bis heute weiter.
Wie der Besuch in den Tag passt
Der Park ist meist der erste Teil des Tages, weil das Wasser am Vormittag ruhiger ist. Danach geht es weiter zu einem Strand oder einer Insel in der Bucht. Diese Reihenfolge hat sich bewährt, weil der anstrengendere Teil am Anfang liegt.
- Anfahrt zum Hafen an der Bucht
- Bootsfahrt zwischen den Kalkkuppen
- langsame Fahrt durch die Mangrovenkanäle
- Halt an einer Höhle mit Felszeichnungen
- Weiterfahrt zu Strand oder Insel

Welche Stationen an einem bestimmten Termin angefahren werden, steht auf der Seite zum Ausflug nach Samaná.
Häufige Fragen zum Nationalpark
Wie kommt man in den Park?
Nur mit dem Boot. Es gibt keine Straße, und Besuche sind an feste Routen und zugelassene Boote gebunden.
Wie alt sind die Felszeichnungen?
Sie stammen aus der Zeit vor der Ankunft der Europäer und werden den Taíno zugeschrieben. Genaue Datierungen sind schwierig, die Bilder sind aber mehrere Jahrhunderte alt.
Wird es in den Höhlen eng?
Die Zugänge sind teilweise niedrig, die Hallen dahinter aber groß. Wer sehr schlecht zu Fuß ist, bleibt besser im Boot und schaut sich die Felsen von außen an.
Sieht man viele Vögel?
Ja. Der Park ist bekannt für seine Vogelwelt. Pelikane, Fregattvögel und Reiher sind regelmäßig zu sehen.
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Termine und Abholorte stehen auf der Seite zum Ausflug. Alles Weitere klären wir direkt.
